Kirchenvorstand

Aktuelles aus dem Kirchenvorstand – Stand: April 2022

Gemeindeversammlung
Ungefähr 60 Interessierte trafen sich zur Gemeindeversammlung.

Zu Beginn informierte Pfarrer Stief über die Ergebnisse des Klausurwochenendes der Kirchenvorsteher und Mitarbeiter im vergangenen November. In intensiven Gebetszeiten und Gesprächen mit dem Gemeindeberater Detlef Kauper wurden für unsere Gemeinde für dieses Jahr drei Schwerpunkte deutlich:

  • Wir sollen unsere Liebe zu Gott im Lobpreis und der Anbetung ausdrücken, auch stellvertretend für unsere Stadt. In ihr leben viele Menschen, die nicht glauben können.
  • Wir sollen das Gebet ausbauen. Das Gebetswochenende und 24h-Gebet Anfang März setzte dafür schon einen Impuls. Wir können füreinander, für unsere Stadt, für unser Land und für Israel beten, auch wieder stellvertretend für die vielen Menschen, die nicht beten können. Die Gebetsräume in Reusa sind noch lange nicht ausgelastet.
  • Und wir sollen uns mit unserer Gemeindearbeit in die Stadt einbringen, also aus der Versöhnungskirche heraus gehen, unsere »Blase« verlassen und mit unseren Begabungen und Gottes Liebe für andere Menschen da sein.

Ein weiters Thema war: Lohnt sich der Kampf um unsere Eigenständigkeit? Pfarrer Stief führte aus, dass in der Stadtökumene, in der Ev. Allianz Plauen und im Kirchenbezirk eine gute, geschwisterliche Zusammenarbeit
herrscht. Das hat der Kirchgemeindebund Plauen sogar schriftlich formuliert. Die jeweilige Struktur spielt dabei keine Rolle und ist auch nicht Thema.

Innerhalb der Verantwortlichen würde niemand sagen, dass wir etwas „Besonderes« seien bzw. mit den anderen nichts zu tun haben wollen. Wir möchten nur als Gemeinde auch in Zukunft wirtschaftlich eigenständig bleiben
und internationalen Gemeindeaufbauprinzipien folgen können. Der große gemeinsame Haushaltsplan würde unser Modell, zurückgehende Kirchensteuerzuweisungen mit Eigenmitteln abzufangen, behindern. Flexible  Entscheidungen über Verwendungen von Geldern, wie z. B. für den TREFF.GEGENÜBER oder weiteren Anstellungen auf Spendenbasis, würden schwerfällig oder gar behindert. Die Vakanzsituation im Vogtland wird in Zukunft herausfordernd. Es können nicht alle »leeren Plätze« ausgefüllt werden. Das ist nicht nur Aufgabe des Kirchenbezirkes, sondern auch eine Führungs- bzw. Planungsaufgabe des Landeskirchenamtes. Jede Gemeinde hat ihre Schwerpunkte, sodass in unserer Stadt ein bunter Strauß an geistlichem Leben möglich ist. Wir laufen letztlich alle auf Jesus hin. Unser Gebet ist: Gottes Wille soll geschehen. Die Darstellung unserer Gemeindefinanzen zeigte, dass in den zwei Corona-Jahren die Kollekten deutlich zurückgegangen sind, die Anzahl der regelmäßigen Spender aber zunahm. So konnten wir die zusätzlichen Finanzen zur Aufrüstung unserer Technik für den regelmäßigen Livestream und den Start des TREFF.GEGENÜBER stemmen. Dafür wurde der Gemeinde ausdrücklich gedankt.

Auch unsere Gemeindemitglieder werden weniger. Zum 31.12.2021 waren es 1507. Im Dezember 2021 erreichten wir in den drei Präsenzgottesdiensten plus den Klickzahlen bei unserem Livestream 650 Gottesdienstbesucher sonntäglich, wobei nicht berücksichtigt wurde, dass hinter einigen Bildschirmen ganze Familien den Gottesdienst verfolgen. Das ist großartig. Pfarrer Stief schloss seine Ausführungen mit der Bitte, die Spannungen innerhalb unserer Gemeinde im Umgang mit dem Virus in Liebe auszuhalten.

Danach stellten Silke Dämlow und Christa Plessing mit einer Präsentation die fünfmonatige Arbeit des TREFF.GEGENÜBER vor. Das Projekt ist gewachsen, hat regelmäßige Besucher gefunden und ein starkes Team von Ehrenamtlichen gesammelt. Die Begeisterung der beiden Mitarbeiterinnen über den Segen, den Gott schenkt, war ihnen abzuspüren und sprang auf alle über. Für das Projektkönnten sich noch regelmäßige Spender finden, die die Arbeit finanziell unterstützen.

Nach ca. einer Stunde sind wir dann in vier Gruppen auseinander gegangen. Kirchenvorsteher bzw. Mitarbeiter leiteten die Gespräche und standen Rede und Antwort zu Anregungen und Fragen. Die Ergebnisse wurden im Nachgang reflektiert und durchgesprochen und folgendes zusammengetragen:
Es herrscht große Dankbarkeit für die motivierte Mitarbeiterschaft und für die über 200 Ehrenamtlichen, das große Spendenund Kirchgeldaufkommen, die Gottesdienste, die trotz Kürze und Maske »guttun« und stärken, für den verlässlichen, regelmäßigen Livestreamgottesdienst, für das Mittragen von Menschen mit Behinderungen, die geschwisterliche Liebe in der Gemeinde über Altersgruppen und geistliche Prägungen hinweg. Es herrschte Begeisterung über das, was beim TREFF.GEGENÜBER geschieht und wächst. Mit weniger Besuchern aufgrund der Coronaregeln in den einzelnen Gottesdiensten gibt es leider auch weniger Kontakte untereinander. Die persönliche Begegnung und die gegenseitig stärkende Gemeinschaft werden vermisst. Die Angebote »Kirchenkaffee« oder »Topfguckermittagessen« fehlen vielen. Wir sollten unsere Begrüßungskultur wieder beleben, nah am Menschen bleiben und persönlich herzlich sein. Vielleicht bietet sich bald wieder Raum für Gemeinschaft bei Kirchenkaffee und Mittagessen im Freien?

Mit einer Gebetsgemeinschaft wurde der Abend individuell in den Gesprächsgruppen abgeschlossen. Vielen Dank allen, die da waren und mit ihren Anliegen dazu beigetragen haben, dass wir als Gemeinde in diesen schwierigen Zeiten zusammenbleiben und gesund wachsen.

Scheinwerfer
Zwei großzügige Spenden ermöglichen es uns, noch einen zusätzlichen Scheinwerfer für den Kirchraum anzuschaffen, damit auch die Band zukünftig im »rechten Licht erscheint«. Vielen Dank den lieben Spendern, denen unser Livestream wertvoll und wichtig ist!

Technikmitarbeiter
Unser Technikteam ist weiterhin auf der Suche nach neuen Mitarbeitern, besonders für das Kamerateam und beim Mischen des Tones für den Livestream. Wenn du dich einbringen möchtest, wende dich gerne an uns Kirchenvorsteher. Bitte betet mit, dass Mitarbeiter für diesen Bereich gefunden werden, damit die jetzigen Mitarbeiter entlastet werden und unsere Gottesdienste auch weiterhin im Livestream anbieten können.

Gebetstag für unsere Gemeinde
Wir möchten uns als Versöhnungskirchgemeinde nach Gottes Willen entwickeln und brauchen in unserer Landeskirche einen guten Platz. Dafür werden wir beten. Um dies miteinander zu tun, gibt es am 5. März 2022 einen Gebetstag. Beginnend am Samstagfrüh 9:00 laden wir für 24 h ein, stundenweise in der Versöhnungskirche gemeinsam zu beten. Der Gebetstag endet mit Beginn des Gottesdienstes am Sonntagmorgen.

Außenbeleuchtung
Zum einen wird es eine bessere Beleuchtung auf dem Fußweg vom bzw. zum Parkplatz geben. Zum anderen bekommt unsere Kirche eine Außenbeleuchtung. Die Versöhnungskirche wird im Stadtgebiet nicht wirklich wahrgenommen. Sie steht in der dunklen Jahreshälfte fast unsichtbar im Schatten der Straße. Deswegen werden wir sie auf der Straßenseite in ein neues Licht tauchen! Dank der modernen LED-Technik ist der Energieverbrauch vertretbar. So ist sie auch nachts im Stadtteil sichtbar für die Menschen, die hier wohnen.

Spenden und Kollekten
Durch die Coronasituation sind die Kollekten zurückgegangen, da einige Veranstaltungen ausgefallen sind. Wir haben aber dennoch einen ausgeglichenen Haushalt. Erfreulicherweise sind jedoch die Spenden im vergangenen Jahr gestiegen. Das ermutigt uns sehr. Vielen herzlichen Dank für alle Unterstützung in dieser Krise!

Kirchenbezirkssynode
Neben Hartmut Stief werden die Kirchvorsteher Martin Enders und Simon Strobel als Mitglieder in die 6. Kirchenbezirkssynode entsandt.

Evangelischer Medienpreis 2021
Wir werden uns mit einigen Projekten um den ev. Medienpreis 2021 bewerben. Er wird aller zwei Jahre verliehen. In diesem Jahr würdigt er Kirchengemeinden, die in der Corona-Situation mit ihrer Verkündigung neue, innovative Wege gegangen sind. Wir bewerben uns mit drei großartigen Kinderaktionen unserer Gemeindepädagogen: dem Online-Adventskalender, einer Online-Kinderstunde und dem Jakobsweg. Außerdem werden wir den Livestream-Gottesdienst mit Prädikant Christian Hennig vom 16. Mai 2021 einreichen.

Sanierung
Im Gemeindezentrum Reusa werden über den Sommer die Toiletten saniert. Ein ehrenamtliches Team um Markus Kuhn, unseren engagierten Hausmeister, wird sich dieser Aufgabe annehmen und einen Toilettenraum nach dem anderen modernisieren. Das ist dringend nötig.

Umbenennung
Unsere „Ev.-Luth. St.-Michaelis-Kirchgemeinde Plauen“ wurde zum 01.07.1993 aus der „Ev.-Luth. St.-Johannis-Kirchgemeinde“ ausgegliedert. Benannt wurde sie nach der im Kirchgemeindegebiet befindlichen St. Michaeliskapelle auf dem alten Reusaer Friedhof. Mit „Michael“ ist der Erzengel gemeint, der in vier Versen der Bibel erwähnt wird.

Am 20.03.1994 wurde die neu errichtete Kirche in Chrieschwitz geweiht und erhielt den Namen „Versöhnungskirche“. Heute finden alle Gottesdienste in der Versöhnungskirche statt und der Name „St. Michaelis“ ist in den Hintergrund getreten. Unser Internetauftritt trägt den Namen Versöhnungskirche, weil der Veranstaltungsort auch im säkularen Raum weithin bekannter ist. Schon lange denken wir darüber nach, unsere Kirchgemeinde umzubenennen. In der letzten Gemeindeversammlung 2019 hat dieses Anliegen einmütigen Zuspruch bekommen.

Die sächsische Landeskirche hat nun unserer Bitte, dass wir ab dem 01. Januar 2022  unsere Ev.-Luth. St.-Michaelis-Kirchgemeinde in „Ev.-Luth.-Versöhnungskirchgemeinde“ umbenennen dürfen, stattgegeben. Dafür wird nun ein neuer Briefkopf und ein neues Siegel ausgearbeitet.

Mitglieder des Kirchenvorstandes