Andacht

Mein Herz ist unruhig.

Hattest du schon mal ein unruhiges Herz? Nein, ich meine nicht das allein körperliche Herzrasen, das wir vielleicht verspüren, wenn die Tasse Kaffee dann doch zu viel war.

Ich meine ein Herz, das von der Last des Alltags aufgewühlt und beunruhigt ist. Was beunruhigt dein Herz? Sind es die ganz normalen Alltagssorgen, die gesundheitliche und politische Lage, Sorgen um die Kinder, Eltern und andere liebe Menschen? Machst du dir Sorgen, wie das alles mal werden wird? Bist du auf Arbeit oder in der Schule sehr gefordert? Ist das Geld knapp? Oder ist es etwas ganz anderes?
Ja, es stimmt, mein Herz ist oft betroffen von vielen Dingen und ich versuche dann zur Ruhe zu kommen… ein schöner Tee, ein entspannendes Bad, Sport, Lachen, Familienzeiten. Der Satz vom Anfang gibt aber eine ganz andere Lösung für dieses Problem vor.
»Mein Herz ist unruhig, bis es Ruhe findet in dir.« – diesen Satz hat Augustinus, ein berühmter alter Kirchenvater, der bereits im 4./5. Jh. nach Christus lebte, gesagt. »In dir« meint dabei, Ruhe finden in Gott. Dieser Satz stand über den stillen Einkehrtagen, die ich im Februar im Schniewindhaus erleben durfte. Doch wie geht das, Ruhe finden in Gott? Dem möchte ich mit dir in den nächsten Ausgaben des Gemeindebriefes auf den Grund gehen.
Einen ganz praktischen Tipp bekommst du schon heute: Wenn dich Sorgen und Gedanken umtreiben und du nicht zur Ruhe kommst, dann nimm doch ein Blatt Papier und schreibe dir die Dinge auf. Am Ende eines jeden Tages kannst du dann diese Dinge auf deinem Zettel (oder auch nur in deinen Gedanken) zu Gott bringen. Erzähle Jesus ganz bewusst, was dich unruhig macht und dann sprich bewusst aus: »Ich gebe dir all diese Dinge, alle meine Unruhe, Gott. Ich vertraue dir, dass du dich darum kümmerst. Amen« Probiere es aus, vielleicht hilft es dir.

Eine ruhige Frühlingszeit wünscht dir
Katharina Olsson